Posts mit dem Label Advent werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Advent werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Ich wünsche Euch…..



Ich wünsche Euch Allen ein paar ganz schöne Stunden zu Weihnachten. 
Ich wünsche Euch, dass Ihr Weihnachten mit den Menschen verbringt, die Ihr liebt.
Ich wünsche Euch Spaß.
Ich wünsche Euch, dass Ihr etwas Leckeres zu Essen habt.
Ich wünsche Euch, dass sich ein paar Eurer Wünsche erfüllen.
Ich wünsche Euch, dass Ihr Jemandem eine Freude machen konntet.
Ich wünsche Euch, dass Ihr den Weihnachtszauber in Kinderaugen sehen könnt.
Ich wünsche Euch, dass Ihr liebt und geliebt werdet.
Ich wünsche Euch, dass Ihr gesund seid.
Ich wünsche Euch, dass Ihr liebgewonnene Traditionen weiterführt.
Ich wünsche Euch, dass Ihr das Jahr in Ruhe ausklingen lassen könnt.
Ich wünsche Euch schöne Gespräche.
Ich wünsche Euch hochgelegte Füße auf dem Sofa.
Ich wünsche Euch Zeit für Euch.
Ich wünsche Euch gesellige Runden.
Ich wünsche Euch noch so viel mehr, aber vor allem, und aus tiefstem Herzen, eins:

Ich wünsche Euch, dass Ihr ein paar Tage rundum glücklich sein könnt.

Alles Liebe von 
Sandra

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Bratapfel und Weihnachtsbaum, die richtigen Stimmungsmacher für den Advent-Endspurt

Am letzten Wochenende haben wir gefeiert. Ausgiebig und viel und schön und mit Folgen - ich habe mir eine fette Erkältung zugezogen…. Aber egal, wenn das der Preis dafür ist, dann zahle ich ihn. Es war soooo schön!



Aber natürlich haben wir nicht nur gefeiert, sondern auch schon mal einen Weihnachtsbaum ausgesucht! Das geht bei mir immer recht schnell, denn mein Weihnachtsglück hängt nicht vom schönsten Baum ab. Die Stimmung war ganz schön, denn wenn es schon keinen Schnee gibt, so war es doch wenigstens recht kalt und alles war gefroren.


Wir kaufen unsere Weihnachtsbäume schon immer auf dem gleichen Hof. In diesem Jahr habe ich gesehen, dass die Bäume ein FairTrade-Fähnchen haben, das finde ich besonders gut! 


Meine Ansprüche an einen Weihnachtsbaum sind nicht besonders hoch. Es MUSS eine Nordmanntanne sein, denn dann tut das Schmücken nicht so weh. Die anderen Bäume sind zwar üppiger, aber das Schmücken wird ja zum Horrortrip! Da unsere Räume recht hoch sind, sollte der Baum nicht unter 3 m groß sein und er kann ausdrücklich an einer Seite etwas weniger bezweigt sein, denn er steht mit dieser Seite ja an der Wand. Da sind kürzere Äste eigentlich sehr praktisch.


Ansonsten ist es ja - Gott sei Dank - ein Naturbaum und kein Plastikverschnitt und da ist es auch nicht schlimm, wenn mal irgendwo eine Lücke klafft. 
Als ich Kind war, gab es jedes Jahr Heilig Abend, wenn der Baum eingestielt wurde, Ärger. Meine Mutter hatte immer einen 'perfekten' Baum ausgesucht, und mein Vater hat ihn jedes Jahr beim Einstielen verschandelt, in dem er die schönsten Zweige abgeschnitten hat. Und wenn der Baum krumm und schief war und überall Löcher hatte, dann war es trotzdem SEINE Schuld, auch wenn er unten nur ein oder zwei Zweige abgeschnitten hat ;)


Unsere Bäume sind so perfekt wie wir ;) und so können wir gut zusammenleben.

Zum Abschluss des Wochenendes gab es dann noch einen Bratapfel. Ich liebe diese Bratäpfel, denn sie sind erstens super lecker, zweitens eine ganz einfache Alternative zum Kuchenbacken und drittens so herrlich winterlich-weihnachtlich.




  • Ihr müsst dafür einfach nur säuerliche Äpfel nehmen, ich nehme immer Boskoop.
  • Dann das Gehäuse entfernen, das könnt Ihr, wie ich, in Herzchenform machen, das könnt Ihr aber auch lassen, denn es sieht hinterher Niemand mehr.
  • Ich steche das Gehäuse immer komplett durch, damit auch der Blütenansatz weg ist und man alles aufessen kann. 
  • Dann stopfe ich ganz unten in den Apfel, um ihn wieder zu verschließen, etwas Marzipan rein. 
  • Dann kommt Vanillezucker in den Apfel. Ich drehe den Apfel dabei immer ein bisschen, so dass überall auf der Innenseite der V-Zucker ist.
  • Jetzt wird er gefüllt mit Rosinen. Ruhig ein bisschen stopfen. Da die Kinder kein Marzipan mögen, bekommen sie nur Rosinen übrigens, das geht auch.
  • Jetzt könnte man ihn auch noch mit Alkohol beträufeln. 
  • Dann streue ich noch Mandeln obendrüber
  • und stelle die Äpfel in eine Tarteform.





Jetzt müssen sie nur noch 20-30 Minuten bei 180 Grad im Backofen bleiben. Ich mag es, wenn sie ein bisschen aufgeplatzt sind.


Dazu gibt es dann Vanille-Eis und Vanillesauce und einen schön gedeckten Tisch.


Dieses Mal haben sich noch Federn zu den Servietten gesellt.




Liebe Grüße von
Sandra






Montag, 16. Dezember 2013

Kartoffeln, Kerzen, Kiefernzweige sind wesentliche Bestandteile eines gemütlichen Nachmittags. Ganz klar, oder?! Und dazu 'nen Cake. Jetzt ist aber genug der Alliterationen…..

Mein Feierwochenende habe ich quasi schon am Donnerstag Nachmittag mit einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit den Kindern und Omi eingeläutet. Dafür habe ich eine schon etwas ältere Tischdecke und dazu passende Stoffservietten etwas aufgehübscht und bestempelt.

Die Stoffservietten hatte ich im Frühling zur Kommunion bei Butlers gekauft. Es gibt sie in vielen Farben und ich finde sie sehr schön. Schlicht, aber schön. 


Für die Servietten habe ich einen Stern aus einer Kartoffel geschnitten und sie damit bedruckt. Da ich die Servietten meistens so schlicht falte, machte es so für mich am meisten Sinn. Natürlich könnte man auch nur einen Stern in die rechte untere Ecke stempeln, oder in die Mitte, aber so passt es zur Falttechnik, wenn man da überhaupt von Technik sprechen kann, am besten.




Die Tischdecke, die ich übrigens bei H & M gekauft habe, habe ich rundherum bedruckt, immer abwechselnd mit einem Stern und einem Tannenbaum. Ich mag es sehr gerne, wenn es nicht sehr perfekt aussieht, denn dann wirkt es irgendwie gemütlicher. Farblöcher oder Überstempelungen sind also absolut extra. 







Beim Stempeln solltet Ihr unbedingt etwas  unter die Tischdecke legen, denn ansonsten könnte es sein, dass Ihr, wenn Ihr erst spät abends die Idee habt und ganz normale Acrylfarbe zum Stempeln nehmt, und Ihr die Decke auf dem Boden bedruckt, dass dann die weiße Farbe direkt durchdrückt bis auf den dunklen Holzboden und dort direkt eintrocknet, weil die Fußbodenheizung im Winter doch läuft……

Tja, jetzt gilt das Motto "unperfekt" eben auch für den Boden im Arbeitszimmer ;)

Hier bekommt Ihr noch ein paar Eindrücke von der gesamten Tischdeko, falls Ihr mögt:



Der Golden Retriever passte gerade gut in's Farbkonzept schlamm-weiß-grün-holz, also spaziert er einfach mal ein bisschen über den Tisch.


Ich mag diese Tannenbaumspitzen in verschiedenen Höhen und dekoriere sie jedes Jahr. Allerdings nie auf dem Tannenbaum…. Kerzen dürfen natürlich auch nie fehlen, ich kombiniere auch gerne verschiedene - Leuchter und Teelichter zum Beispiel…..



Zum Kaffee gab es diesen fabelhaft leckeren New York Cheesecake, der gar nicht schwer zu machen ist, aber viel Zeit in Anspruch nimmt, da er sehr lange backen und kalt stehen muss. Ist andererseits aber  auch wieder optimal zum Vorbereiten am Vortag!!!! Wir haben ihn alle sehr gemocht. 


Das Rezept mit Karamellsauce und gerösteten Mandeln habe ich vom Blog LeButikSofie. Wenn Ihr also neugierig seid, könnt Ihr dort nachschauen.



Frisches Tannen- und Kieferngrün darf in der Weihnachtszeit nicht fehlen. Es ist immer ein schöner Farbklecks und riecht auch immer noch so weihnachtlich. Auf der Gästetoilette habe ich auch immer Zweige in einer Vase stehen. 


Beim nächsten Mal zeige ich Euch unser zweites Adventskaffeekränzchen und dazu gibt es dann das familieneigene Bratapfelrezept…….

Seid ganz lieb gegrüßt von
Sandra

Freitag, 13. Dezember 2013

Eine schnelle Anleitung für eine Last-Minute-Deko-Geschenk-Idee oder auch einfach zum Selberdranfreuen….. Die Weihnachtsmann-Eierwärmer!

Da meine schnellgestrickten Weihnachtsmann-Eierwärmer doch so gut ankommen, ist es sicherlich sinnvoll, wenn ich sie noch mal  schnell hier als Post vorstelle. Sie sind schnell gemacht, das schafft Ihr auch noch am 4. Adventswochenende locker, und sie sehen total niedlich aus!

Da ich sie an der Nordsee habe, sind sie nur mal schnell eben fotografiert, also keine große Fotokunst. Sicherlich sehen sie mit schlichten weißen Eierbechern an einem schön gedeckten Tisch viel schöner aus!


 


Ich habe sie mit der Bingo-Wolle von Lana Grossa gestrickt und wenn ich mich richtig erinnere, schafft  man zwei Eierwärmer mit einem Knäuel, dann kommt der Bommel noch dazu! Die Originalanleitung ist übrigens aus einem Filati-Home-Heft. Die mag ich grundsätzlich sehr gerne. Ich habe auch schon mal eine ganz schöne Tasche daraus gestrickt und gefilzt, die poste ich demnächst auch mal.

Ihr schlagt einfach 32 Maschen an, strickt zwischen 15 und 17 Reihen immer zwei rechts und zwei links, kommt ein bisschen auf Eure Eierbecher und Eiergrößen an, und strickt dann in den nächsten zwei Reihen immer zwei Maschen zusammen.

nun zieht Ihr die Maschen alle übereinander (wie bei normalen Mützen auch) näht sie zusammen (oder Ihr macht es gleich mit Nadelspiel, das ist nur nicht so meins) und macht noch einen kleinen Bommel, den ihr dann noch obendrauf näht.

Schon fertig! Und dann nicht das Foto vergessen, damit ich sie dann auch mal an einem schön gedeckten Tisch sehe ;-)

Das ist übrigens auch eine gute Last-Minute-Geschenk-Idee! Das restliche Jahr gehen die Eierwärmer auch - dann aber vielleicht in anderen Farben. Welche Farben ich ausgesucht habe, könnt Ihr in meinem Post HIER lesen. Da hätten wir dann auch die passenden WEIßEN Eierbecher…...

Viel Spaß wünscht Euch 
Sandra

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Wo auf der Welt gibt es das, dass Traditionen immer gleich und doch auch immer irgendwie neu erfunden werden (müssen). Nur bei Familien mit Kindern!

Hallo, Ihr Lieben!

Ich bin ganz ergriffen, von so vielen Reaktionen auf meinen gestrigen Post zum Entschleunigen. Das scheint Euch alle berührt zu haben. Die (Jahres-)Zeit von Action und Halligalli ist vorbei. Irgendwie sehnen wir uns doch alle nach ein bisschen Ruhe am Jahresende. Man, sind wir jetzt alt? Nein, denn ich merke, dass das nicht nur den Erwachsenen so geht, das ist bei den Kindern auch nicht anders. Sie kränkeln permanent und sind ausgepowert.



Denn für sie ist es ja auch nicht einfach. Früher, als unsere Kinder noch kleiner waren, habe ich mich manchmal gewundert, warum sie so gereizt waren im Advent und fand es völlig unverständlich, wo wir doch so viele schöne Sachen mit ihnen gemacht haben. Mal war ein Kinogutschein im Adventskalender, mal Plätzchen backen, mal Schokofondue oder Weihnachtsmarktbesuch, mal Basteln oder malen, und dazwischen natürlich auch Süßes oder ein kleines Päckchen.  Mittlerweile finde ich es eigentlich völlig klar, denn für die Kinder - je kleiner umso extremer - ist ja die Adventszeit ein absoluter Overkill an Eindrücken, fast wie jeden Tag Geburtstag haben. So viele besondere Situationen. Und selbst, wenn nur Süßes im Kalender war, durften sie es schon morgens essen. Wann sonst bitte darf man schon Schokolade zum Frühstück essen????



Jeden Morgen schon mal Aufregung wegen des Adventskalenders (das ist allerdings bei unseren Kindern mittlerweile nicht mehr so ;) ), dann Nikolaus, dann Adventsfeiern in Kindergärten und Schulen, Krippenspiele, Theateraufführungen, Weihnachtsmärkte, Klassenfahrten, Wichteln, Sporttermine und dann dazu noch der Klassenarbeits- und Testwahnsinn, denn die Lehrer wollen schnell vor den Ferien noch die dritten Klausuren schreiben….. Und über dem allen natürlich immer die Vorfreude auf Weihnachten, bei der das Alter gar keine Rolle spielt. Da freue ich mich für uns als Familie, aber besonders für die Kinder, dass sie bald Ferien haben. Die haben sie sich ehrlich verdient.

Wir haben hier in diesem Jahr wieder ganz neue Hürden zu überwinden. Die Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen ist nicht nur seelisch und körperlich für die Kinder eine Herausforderung (und für die Eltern manchmal auch), sondern das stellt sie auch vor neue Probleme. Die Weihnachtswünsche. Spielsachen sind uninteressant und selbst Lego Architecture, das im letzten Jahr noch punkten konnte, ist absolut raus. Handy: ist schon vorhanden und ich finde auch gut, dass er damit gut zufrieden ist. Kleidung: ja gerne, aber nur Kleidung ist doch auch ein bisschen lahm. Bücher: im Moment hört er mehr Hörbücher. Sicherlich wird er im Urlaub auch lesen, aber er wird nicht vor Freude jubeln. Für Mädels geht sicherlich Kosmetik, Schmuck und Taschen immer, aber Jungs? Spielekonsole: war ein großer Wunsch, aber nicht lieferbar!

Versteht Ihr, was ich meine? Kindersachen sind out, Erwachsenensachen noch nicht erlaubt oder aber doch noch langweilig. Das ist aber ein nicht zu unterschätzendes Problem, denn 13jährige sind ja noch ganz weit weg von abgeklärten jungen Erwachsenen. Sie wollen aufgeregt sein, sich freuen,  Weihnachten früh aufstehen und mit ihren neuen Geschenken rumfummeln. Mit Gutscheinen, Klamotten oder Downloads geht das natürlich nicht. Zum Glück habe ich jetzt schon mit mehreren Müttern gesprochen, deren Kindern das genauso geht. Jetzt weiß er zwar, dass sich alle gleich fühlen, aber wirklich weiter bringt ihn das auch nicht. Ich habe schon Ideen und Überraschungen für ihn, aber die möchte ich ihm natürlich nicht erzählen. Ich versuche ihn zu beruhigen, ihm Mut zuzusprechen, aber so richtig überzeugt ist er noch nicht. Die Lage ist heikel und er traurig.



Wir haben diese Woche die vergangenen Weihnachtsfeste und Geburtstage rekapituliert und überlegt, wie es früher ablief. Wir haben geguckt, was er sich gewünscht hat und was er tatsächlich bekommen hat. Er ist dann zu dem Schluss gekommen, dass er sich zwar immer etwas gewünscht hat, aber wir ihn eigentlich immer noch mit etwas Anderem doll überraschen konnten. Und das wird sicherlich in diesem Jahr auch so sein. Ich habe ihn um Vertrauen gebeten und konnte ihn ein bisschen beruhigen. Überzeugen kann ihn wohl erst der Heilig Abend.

Felix dagegen hat noch ganz viele Wünsche. Mit 10 ist er natürlich noch voll mit Ideen, wie er seine Freizeit "spielend" verbringen kann und das finde ich toll. Von klitzekleinen Kleinigkeiten bis überdimensional riesigem Spielzeug ist da alles vorhanden und da besteht das Problem eher imTreffen der Auswahl - oh, wie schön.

Natürlich geht es Weihnachten nicht nur um die Geschenke, um die Materialschlacht, von der ich mich zugegebenermaßen auch nicht ganz freimachen kann. Es geht um die Familie, um das Zusammensein am Ende eines Jahres, um gemütliche Stunden, um Traditionen, um Geschichten, um Nächstenliebe, um das Augen-Offen-Halten für Menschen, denen es nicht so gut geht, um Hilfe, um's Teilen. Und nicht zuletzt, oder eigentlich sogar in erster Linie und NUR um Jesus. Aber machen wir uns nichts vor und seien nicht päpstlicher als der Papst - bei den Kindern sind die Geschenke schon sehr wichtig. Es geht ihnen um den geschmückten Weihnachtsbaum, um die besondere Stimmung und die nicht mehr zu ertragende Spannung am Heilig Abend Morgen, wenn man KEIN MAL MEHR SCHLAFEN MUSS….

Und das ist auch gut so. Alles hat seine Zeit und im Laufe ihres Lebens werden sich auch bei ihnen die Prioritäten verschieben und sie werden sich über andere Dinge freuen. Als Kind darf man Gesundheit, Familie, Zeit und Stimmung ruhig als selbstverständlich hinnehmen. Man darf sich ganz seinem Wunschzettel hingeben und sich 24 Tage lang Gedanken machen, was es wohl geben wird am Heilig Abend (das war ja bei uns früher auch nicht anders und aus uns sind ja auch tiefgründige Menschen geworden). Man darf an Geschichten festhalten, von denen man eigentlich schon weiß, dass sie erfunden sind (das merken wir bei Felix gerade ganz deutlich). Man darf in seinem eigenen Tempo das "Weihnachtsmärchen" für sich entzaubern und merken, wie der Hase/ Weihnachtsmann wirklich läuft. Man darf dann auch wieder feststellen, das es Vorteile hat, mehr zu wissen, denn dann darf man zum Beispiel auch den Baum mit schmücken, den bisher immer die Engel geschmückt haben ;)

Denn nur, wenn man sich als Kind ganz seinen Gedanken und Freuden hingeben kann, kann man sie später doch genauso schön und entspannt weitergeben und Weihnachten für seine eigene Familie auch zu dem großen, schönen Zauber machen, der es in der eigenen Kindheit war.

Liebe Grüße von
Sandra


PS: Beim Lesen der Überschrift habe ich gemerkt, dass ich eigentlich etwas ganz anderes schreiben wollte… Jetzt ist die Überschrift geändert, den "Stempelalarm" bekommt Ihr dann eben morgen :)


Auf der Suche nach Weihnachten…. (frei nach Rolf Zuckowski)

Der zweite Advent ist ja jetzt auch schon wieder seit ein paar Tagen vorbei und wie jedes Jahr ist die Vorweihnachtszeit fast noch schnelllebiger als der Rest des Jahres. Warum eigentlich? Weil sie so schön ist und Schönes immer ganz schnell vorbeigeht? Weil wir diese vier Wochen immer so vollpacken mit Terminen, dass wir am Ende durch den Advent hetzen müssen und fast froh sind, wenn er rum ist? 


Das ist doch eigentlich verkehrt, oder? Advent heißt doch "WARTEN auf Weihnachten", soll doch eine besinnliche Zeit sein. Daher unser Motto in diesem Jahr: back to the roots. Das versuche ich zumindest.

Natürlich gibt es Aufgaben, die erledigt werden müssen. Geschenke und Adventskalender müssen organisiert werden, wenn man mit Kindern zusammenlebt, zum Beispiel. Der Alltag mit seinen normalen Terminen muss weiterhin bewältigt  werden.  Einladungen und Verpflichtungen muss man nachkommen. Aber sonst? Vieles haben wir anders organisiert und sind eigentlich überall auf Gegenliebe gestoßen.


Warum nicht einfach mal das Krabbelgruppen-Weihnachts-Event mit Wichtelgeschenk, in diesem Jahr ist die Vorgabe "Selbstgemachtes aus der Küche", im Januar machen. Wenn alle in ein Loch fallen, weil auf einmal keine Termine mehr anstehen ;), wenn man sich dann wieder auf ein Treffen freut und nicht nur abhakt. Genauso machen wir es mit der Firmenweihnachtsfeier. Wir frühstücken schön zusammen und machen dann eben ein größeres Sommerfest.


Es gibt auch keine selbstgebastelten Weihnachtskarten, ich habe Weihnachtskarten mit Fotos gestaltet und dann im Internet bestellt. Schreiben tue ich sie natürlich selber, aber basteln werde ich mal nicht.



Max hat in seiner Klasse beschlossen, dass sie keine Weihnachtsfeier mehr mit den Eltern machen möchten - zu alt, die Kinder natürlich, wir Eltern sind auf GAR KEINEN FALL zu alt….. , so dass da auch schon wieder ein Termin wegfällt. 


Da wir im Ort eine Krippenausstellung haben, die über den Winter geöffnet ist, gibt es davor einen wunderbaren Pommes-Stand mit unschlagbarer Bratwurst. Und wenn ich zuviel zu tun habe, dann gibt es einfach auch mal Pommes und Bratwurst zu essen. Das ist vielleicht nicht besonders gesund, kommt aber ja auch nicht täglich vor und meine Männer hier sind dazu immer restlos begeistert davon.


Und wenn man für sich so kleine Abstriche macht, die ja für jeden anders aussehen können, dann hat man auf einmal wieder viel mehr Spaß an den eigentlich charakteristischen Vorweihnachtsaktionen. Dann wird Plätzchen backen zum Spaß und nicht zur lästigen Pflicht. Dann kann man sich bewußt entscheiden, einen Adventskalender zu basteln.


Und vor allem bleibt dann auch wieder Zeit für schöne Momente bei Kerzenlicht, zusammen mit den Kindern auf dem Sofa, mit Tee und Plätzchen. Zeit für einen Kaffee und einen Weihnachtsmarktbesuch mit der Freundin zum Quatschen und Lachen. Das ist doch wirklich unbezahlbar und viel wichtiger als die auferlegten To-Do-Listen.


Und ganz ehrlich, bevor es totaler Stress wird, Plätzchen für die Weihnachtsfeier zu backen und Ihr dann gehetzt ankommt, weil es zuviel Aufgaben sind, dann ist es doch wichtiger, sich mit den Kindern auf die Feier zu freuen, entspannt einen schönen Nachmittag zu verbringen und dann eben gekaufte Plätzchen zu essen. Oder welche von Oma abzustauben. Da geht die Welt nicht von unter. Die Kinder werden sich später nicht an Plätzchen erinnern, die mal gekauft wurden, sondern an Eltern, die Spaß hatten und an Familien, die diese besondere Zeit zusammen verbracht haben.


Daher habe ich mich auch besonders gefreut, dass ich in diesem Jahr von meinem Mann eine Adventskiste bekommen habe (ich bekomme nämlich sonst keinen Adventskalender von ihm, aber dieses Jahr hatten wir wohl unbewusst den gleichen Wunsch). Gefüllt mit Symbolen für Adventsgutscheine:

  • einen Tee-Adventskalender für einen kleinen ruhigen Augenblick jeden Tag
  • einen Gutschein für einen Weihnachtsmarkt-Besuch am Wochenende für die ganze Familie (den wir letztes Wochenende eingelöst haben)
  • einen Stern als Symbol für eine gemeinsame (!) Bastel- oder Backaktion mit der ganzen Familie
  • ein Buch mit Weihnachtsgeschichten als Platzhalter für einen Nachmittag Geschichten vorlesen
  • eine Flasche Brat-Apfellikör - für alles andere ;)





Am ersten Advent haben wir uns dann zusammen in's Wohnzimmer gehockt, erzählt und gelesen und einen Weihnachtsfilm geguckt.



Am zweiten Advent waren wir auf dem Weihnachtsmarkt und haben Glühwein und Punsch getrunken. Dazu leckere Waffeln gegessen, und noch so Einiges andere. Und wenn Ihr mal eine schokoladenüberzogene Peperoni seht, dann braucht Ihr sie nicht probieren, sie schmeckt schrecklich!





Den Rückweg haben wir völlig unweihnachtlich aber überaus diskolike angetreten...


Außerdem waren wir zum Essen bei Freunden eingeladen und hatten einen wunderbaren Nachmittag. 


Das nächste Wochenende wird nun auch bei uns sehr vollgepackt und die Planung hat etwas Organisation gefordert. Aber jetzt steht alles und wir werden jedes einzelne Event genießen. Wie könnte man auch beispielsweise eine Adventsparty im Rheinland nicht genießen?! Da feiert man einfach als ob es kein Morgen gäbe….. Oder eine Weihnachtsfeier in einer Blockhütte am Waldrand mit Punsch und Kakao (Weihnachtsfeier der Waldorfschule) oder ein vorverlegter HeiligAbend mit den Schwiegereltern, die über Weihnachten nicht da sind. Mit Bratapfel und Gans essen (wobei die Bratäpfel selbstgemacht, die Gans allerdings nur selbstreserviert ist. Und zwar im leckersten Restaurant im Nachbarort). Dafür bin ich aber dann gerne bei der Sache und nicht abgehetzt und übermüdet von der vorabendlichen, auch noch stattfindenden Hochzeit. Und übermüdet bei Kaffee und Bratapfel geht doch sehr viel besser als bei Knödelvorbereitungen.


Diesen Tee haben wir am Wochenende erstanden, sehr lecker, sehr weihnachtlich und auch sehr dekorativ!

Ich möchte Euch mit diesem Post etwas Mut machen. Wir alle, egal ob im Beruf, als Mutter, als Hausfrau, als Ehefrau oder Freundin, als Kollegin, oder als alles zusammen, leisten das ganze Jahr so viel, geben unser Bestes und planen meist nicht nur für uns sondern auch noch für die Familien. Verwalten, organisieren und verabreden Termine, Treffen, Sport, Kinderfahrten, Einkäufe, Verpflichtungen jeglicher Art, da übernehmen wir das in der Weihnachtszeit ganz automatisch. Und dabei kommt manchmal WIRKLICH Wichtiges zu kurz. Traut Euch, verzichtet, sagt nein. 

Das ist ein komisches Gefühl, das ist es für mich auch. Aber abseits von diesem komischen Gefühl, was sich einstellt, weil ich auch mal etwas ablehne, mehr an mich denke, auch mal bewußt freie Zeit für die Familie plane oder einfach nicht hergebe, macht es verdammt glücklich und zufrieden. Das soll nicht heißen, dass ich mich jetzt nur noch durchschmarotze, nein, das natürlich nicht, aber ich werde eben in dieser Vorweihnachtszeit auch nicht überall an vorderster Front sein. 

Wenn Ihr nur noch einen Tag zu leben hättet, würdet Ihr ihn dann gehetzt verbringen? Natürlich nicht. Und selbstverständlich haben wir alle hoffentlich noch unendlich viele Tage zu leben. Aber in genau diesem Alter sind die Kinder nie wieder, vielleicht geht es uns im nächsten Jahr mal nicht so gut, dann wünschten wir uns doch, wir hätten bessere Zeiten mehr genossen. Lasst uns im Hier und Jetzt leben, auch gedanklich, mit guten Gewissen und jedem Recht dazu.

Kein Hätte, Könnte, Würde und vor allem kein Sollte. Macht die Adventszeit zu Eurer Zeit, freut Euch über diese Zeit, nicht nur über die Deko.....

Die Zeit beginnt zu laufen,
es gibt so viel zu tun.
Jeder wünscht sich ein paar Tage,

um endlich auszuruhen.

Da fehlen noch Geschenke.

- Und dann der Weihnachtsbaum!
Pakete packen, Karten schreiben,
das alles schafft man kaum.

Und in all dem bunten Treiben
werden wir noch lage Zeit, lange Zeit
auf der Suche nach Weihnachten bleiben.

Und bald ist es soweit.

(Rolf Zuckowski "Auf der Suche nach Weihnachten")



Ganz liebe Grüße und ganz viele schöne Momente wünsche ich Euch 
Sandra.