Samstag, 24. August 2013

Für Marion.

Heute Abend herrscht auf meiner Terrasse eine ganz besondere Stimmung, denn zum einen ist es der letzte kinderfreie Abend dieser Woche und zum anderen liegen Vorfreude und Rückblicke in der Luft....

Ich entführe Euch mal auf meine Sommernachtsterrasse und schwelge mit Euch in Erinnerungen:


Im Radio laufen 80er Jahre Balladen und ich freue mich, gerade das Hotel gebucht zu haben, um in der nächsten Woche den Geburtstag einer ganz "alten" Freundin mitfeiern zu können - Marion. Es hört sich nach einem ganz tollen Fest an. Ein See im Sommer, nettes Essen, nette Getränke, nette Familien, ein ganzer ungezwungener Tag in schöner Atmosphäre. Und dann noch in Berlin. Wenn das keine Reise wert ist...




Und doch habe ich lange gezögert und überlegt, denn natürlich sind gerade an DIESEM Wochenende auch noch eine Menge anderer Termine, die es wahrzunehmen gilt. Und BIS zu dem Wochenende auch,  und direkt DANACH auch wieder..... Wie organisiere ich die Kindertermine, wie sage ich Anderes ab, wieviel Zeit bleibt zur Organisation der direkt anschließenden Teenie-Party zu Hause.  "Lohnt" sich der Aufwand überhaupt. Fragen, die mich die letzte Zeit hin- und hergeschmissen haben, zwischen Vernunft, Vergnügen, Verpflichtung, Verantwortung, vielleicht ein wenig Faulheit und auch Sorge vor Verlorenheit (zwischen vielleicht nur Fremden) - alles Worte, die zwar nicht mit dem gleichen Buchstaben aber doch mit dem gleichen Laut anfangen, aber eines fehlt. Das entscheidende Wort.... und das ist Freundschaft.



Und diese Freundschaft, die vor ungefähr 30 Jahren im Religionsunterricht in der Schule angefangen hat, dieses Gefühl und diese Verbundenheit machen den entscheidenden kleinen Unterschied. Das Herz hat mit deutlicher Führung vor allen anderen Dingen gewonnen.

Wie könnte man denn eine Einladung ausschlagen, wenn man bei dem Namen an kleine Zettelchen im Unterricht denkt, an blaugemachte Schulstunden in der Eisdiele, an "Rumgehen" in der Pause, an Mi-Mi-Fes in der Schule. An Faber-Sekt und Karlsquell-Dosen, an Flure in Jugendhotels, an zerrissene Shorts ;-) und an "Roten"-Wett-Trinken, an Zusammen-auf's-Klo-gehen und an Pizza Margherita immer donnerstags, an Frankreich- und London-Fahrten, an ein Reisetagebuch und warme Söckchen und viele andere lustige Erinnerungen, die so im Laufe eines Schullebens zusammenkommen. Und die eine unglaubliche Vertrautheit schaffen, an der selbst ca. 20 Jahre fast kompletter Funkstille nichts ändern können.









Auch wenn viele tolle Freunde im Laufe meines Lebens noch dazugekommen sind, ist es doch etwas Besonderes, Schulfreundinnen zu haben, die mich schon kannten, als ich noch aussah wie Prinz Eisenherz und mit Skianzug in die Schule ging.....

Und weil das genau so ist, gibt es keinen Ort an dem ich nächsten Samstag lieber wäre als an einem See in der Nähe von Berlin.

Ich freu mich drauf - liebe Grüße von













PS: Und ich freue mich auch auf ein weiteres tolles Schulfreundinnen-Projekt... Mehr davon bald hier!






















Kommentare:

  1. Es gibt viele tolle Freundschaften, aber die wirklich "uralten" und jahrzehntelangen sind einfach etwas ganz Besonderes! Schön! Und Euch dann einfach ganz viel Spaß am See (hoffentlich ohne Roten-Wetttrinken!

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  2. Ja, das sehe ich genauso. Freundschaft ist immer toll! Und Roten werde ich wohl nicht trinken, sonst kann ich für nichts garantieren.... ;-)

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  3. *snief* - was für ein schöner Post!! Marion kann sich glücklich schätzen, dich zur Freundin zu haben. Auch wenn die Wege manchmal weit sind, es lohnt sich doch IMMER, für die Freundschaft!! Wünsche euch enorm viel Spaß und versorge uns bitte mit einem schönen Post über die tolle Party am See!
    LG, Stephie

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